"WeiTräumige Lichtung
- laufen, [noch]immer[nicht]mehr"

2021(Work in Progress) - Weiterführung in 2022

Performative Installation + Intervention in der Stadt

Das interdisziplinäre Installationsperformance setzt sich mit dem Fragenkomplex der unbegreiflichen Dimension von Katastrophen auseinander. 

Das Projekt ist in Work in Progress. Das Zwischenergebnis wurde am 16./17. Oktober 2021 im Theaterhaus G7 in Mannheim präsentiert. Die Weiterbearbeitung des Projektes in 2022 ist gefördert durch die Prozessförderung der Fonds Darstellenden Künste. Die Präsentation in der Sophiensaele in Berlin ist im Gespräch. (In dem Zeitraum Winter 2022 - Frühjahr 2023) 

Über das Projekt 

Am 11. März 2011 löste ein Tsunami im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi eine nukleare Explosion aus.

Im Jahr 2021 genau zehn Jahre nach der Katastrophe reiste Naoko Tanaka in jene Evakuierungszone Fukushima, die immer noch nur eingeschränkt betretbar ist. Eine Woche lang wanderte sie konsequent durch menschenleere Ruinen und durch die von der Natur allmählich zurückeroberten Flächen hindurch. Da wo ruinierte Gebäude und Trümmerhaufen sind, will die japanische Regierung nun einen „Wiederaufbau- Gedankenpark“ errichten. Gibt es Möglichkeiten jenseits solcher offiziellen Geschichtsschreibung, diese Katastrophe zu interpretieren, zu hinterfragen und aufzuarbeiten? Wie wirkt sich diese fundamentale Umschichtung, die die Geschichte des Planeten umschreibt, in unserem geistigen Raum fort - in den unsere Worte nicht mehr hinein reichen?

Poetische Texte und surreale Zeichnungsserien aus Tanakas Reise-Tagebuch legen die unheimliche Dimension von Katastrophen frei, die die Beziehung zu unseren Lebensräumen zerstören und die Geschichte der Erde verändern. 

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Zeichnung (Detail)

Panorama, 776 x 33 cm  / Bleistift & Kohle auf Papier

 

“Jemand sagte einmal, dass der Ort, an dem radioaktive Strahlung verbreitet wurde, ein philosophischer Ort werden müsste. Als die Erde geboren wurde, schwebten radioaktive Materialien wie Uran ganz selbstverständlich herum. Sie wurden über einen langen Zeitraum ruhiger und ließen sich im Boden nieder, sodass es höheren Organismen wie uns Menschen auf der Erde möglich wurde, zu gedeihen und unseren Lebensraum zu gestalten. Menschen in früheren Zeiten wussten damit umzugehen, denn weder Aborigines noch Native Americans näherten sich dem Ort, an dem sich Uran tief im Boden befand. Solche Orte waren ein Heiligtum. Diese versiegelte Geschichte haben wir in den letzten 100 Jahren ausgegraben und einen ursprünglichen Zustand wie vor 4,5 Milliarden Jahren wiederhergestellt – ein Zustand der Erde ohne uns.” 

Auszüge aus dem Reise-Tagebuch von Tanaka, entstanden in April 2021

ReiseTagebuch
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